Wie macht das Schaf?

Määäähhhh ... so macht das Schaf. Schafgeräusche sind bei meinen Kindern nach Hund und Katze immer mit am beliebtesten. Was lag da also näher, als Schafe zu gestalten?

Für Schafe werden benötigt:
  • Verpackungsmaterial (Styropor) oder weißer Playmais
  • Sprühkleber
  • Bildvorlage
  • Schere
Und los gehts:

Zunächst muss das Schaf natürlich ausgedruckt werden. Meine Vorlage haben ich hier gefunden. Wichtig, es wird ein Bild mehr benötigt, als Kinder mitmachen! Sind die Schafe gedruckt, wird bei einem Schaf der Bereich weggeschnitten, der anschließend beklebt werden soll. Dieses Blatt wird später als Schablone benötigt, damit der Sprühkleber nicht auf dem ganzen Blatt ist.
Nun geht es los. Bevor die Kinder mit der eigentlichen Bastelarbeit beginnen, bekommen sie zunächst wieder die Möglichkeit, sich mit dem Material vertraut zu machen.Diesmal war das natürlich besonders interessant, da sich das Verpackungsmaterial viel drücken und quetschen lässt und natürlich wurden auch einige auseinander gerissen.



Irgendwann ging es dann aber los, mit der Bastelei. Jetzt ist ein wenig die Geduld der Kinder gefragt, weil sich die Kleberei leider nicht vorbereiten lässt. Die vorbereitete Schafschablone wird nun auf ein Blatt gelegt und anschließend wird einmal kurz mit Sprühkleber drüber gesprüht. Dann bekommt nach und nach jedes Kind ein Blatt mit Schaf, dessen Bauch klebt.



Nun können die Kinder den Schafbauch mit dem Styropor bekleben und das Schaf richtig bauschig machen.





Wie die Kinder das machen, ist dabei ihnen selbst überlassen. Während ein Kind jedes Styroporteilchen einzeln aufklebt, schüttet das andere gleich mehrere davon aufs Blatt. Ein Kind drückt die Teilchen vorsichtig fest und das nächste haut mit aller Kraft drauf. Je nachdem, wie lange die Kinder brauchen kann es notwendig sein, punktuell noch das ein oder andere mal kurz und punktuell mit Sprühkleber wieder neue Klebekraft aufs Blatt zu bringen. 

Am Ende entsteht auf diese Weise eine wundervolle kleine Schafherde.



 



Elmar, der durch den Dschungel läuft (Teil 1)

... und auf ganz viele Tiere trifft, beschäftigt uns auf der nächsten Seite im Buch. Welche Tiere trifft Elmar? Wie heißen sie? Was sagen sie? So viele Fragen, die es zu klären gibt. Das mussten wir uns natürlich etwas genauer anschauen.

Für Elmar im Dschungel wird benötigt:

  • Schleich-Tiere (oder natürlich auch die anderer Firmen)
  • Buch über den Zoo
Los gehts:

Nachdem die Seite vorgelesen wurde, sind wir gleich auf die vielen verschiedenen Tiere eingegangen und einige von ihnen waren sogar schon bekannt bei den Kindern. Weil nur drüber sprechen und im Buch anschauen etwas langweilig ist, gab es dann alle Tiere zum Anfassen, als Miniatur-PlastikVersion. 



Nachdem die Tiere ausgiebig betastet und befühlt wurden, haben wir sie miteinander verglichen und im Buch gesucht. Außerdem habe ich noch ein zweites Buch bereit gehalten - ein Buch vom Leipziger Zoo. Die meisten Kinder kannten den Zoo bereits und gemeinsam haben wir uns nun auf die Suche nach all den Tieren aus dem Dschungel gemacht und wollten herausfinden, ob diese Tiere auch in unserem Zoo zu finden sind. Alternativ bieten sich natürlich auch viele andere Bücher über Zoos an.


Die Kinder waren sehr lange beschäftigt, mit dem Spielen mit den Tieren und mit dem Bücher anschauen. Die Tiere haben wir am Ende des Tages auch nicht gleich wieder weggeräumt, sondern zusammen mit dem Elmarbuch aufgestellt, sodass sie nun jeden Tag zum Spielen zur Verfügung standen.


Erzählsteine (selber machen)

Seit einiger Zeit benutze ich Erzählsteine als eine weitere Möglichkeit, die Kinder zum Reden zu animieren. Wir benutzen die Steine entweder, um darüber zu reden, welche Bilder auf den Steinen sind. Aber auch zum Geschichten erfinden, sind die Steine super geeignet. Die Kinder geben mir Steine, die sie ausgesucht haben oder gerade aus der Dose gegriffen und ich baue dann eine Geschichte drum herum. Zugegebenermaßen hatte ich davor zunächst etwas Respekt, aber meist fällt mir doch was ein und wenn nicht, sind die Kinder mir bisher auch nicht böse gewesen, wenn wir einen Stein für später aufgehoben haben, weil das Bild einfach nicht in die Geschichte passen wollte.
Erzählsteine kann man natürlich kaufen. Aber, ich habe meine selbst gemacht. Einerseits um Geld zu sparen und andererseits um genau die Steine zu haben, die ich auch brauche. Ich brauche zum Beispiel nicht so viele verschiedene Wettersteine. Dafür aber möglichst viele Tiere.

Für Erzählsteine wird benötigt:

  • Dekosteine
  • Wasserschiebefolie
  • Sprüh-Klarlack
  • verschiedene Bildgrafiken
  • Schere oder Plotter
Los gehts:

Zunächst müssen Steine besorgt werden. Ich habe einiges ausprobiert - gefundene, aus dem Baumarkt gekaufte und Dekosteine. Dekosteine haben sich für mich am praktischsten erwiesen, weil sie hell sind, eine sehr glatte Oberfläche haben, alle etwa gleich groß und weil ich sie problemlos nachkaufen kann. Meine Dekosteine sind alle weiß und haben einen Durchmesser von ca. 3cm. Kleiner wäre mir zu riskant gewesen, wegen Verschlucken. Größer wollte ich nicht, falls doch mal ein Stein unerlaubterweise durch die Gegend fliegt, dann ist die Verletzungsgefahr nicht so groß.
Sind die passenden Steine ausgewählt, kommt der aufwendigste Teil - Bilder suchen in den großen Weiten des www. Ich habe zum Teil gekaufte und zum Teil kostenlose Grafiken verwendet. Orientiert habe ich mich dabei vor allem an den Interessen der Kinder und unserem Alltag. Ich wollte einerseits viele Bilder haben, die zu unserem Alltag passen (also Spielzeuge, Lebensmittel, Tagesabläufe, etc.) und andererseits Bilder, die sich aus den Interessen der Kinder ergeben (z.B. Gefühle zeigen, Tiere, Orte).
Im Grafikprogramm habe ich die Bilder dann all auf eine Größe von ca. 2,5cm auf einem A4 Blatt angeordnet. (Hier ist es dann von Vorteil, wenn die Steine alle etwa einheitlich groß sind, da dann nicht jede Grafik auf jeden Stein angepasst werden muss.) Da ich einen Plotter habe, habe ich das Programm des Plotters benutzt, aber das geht natürlich mit jedem beliebigen Programm. Einfach so viel Motive wie möglich auf ein Blatt bringen. 
Dann werden die Bilder auf die Wasserschiebefolie gedruckt. Ich drucke immer in Fotoqualität. Der Ausdruck muss dann gut trocknen. Anschließend wird das ganze Blatt mit Klarlack besprüht. Hier ist ein bisschen Fingerspitzengefühl gefragt. Einerseits muss alles geschützt sein, da die Folie schließlich später ins Wasser kommt. Anderseits darf die Lackschicht nicht zu dick sein, da die Motive sich sonst später nur schwer an die Kontur des Steines anpassen. Nach dem Sprühen wieder warten, bis alles getrocknet ist.
Wenn alles trocken ist, kann ausgeschnitten werden. Ich hab einen Plotter, der das für mich gemacht hat. Aber das geht natürlich auch alles altmodisch per Hand.
Jetzt kommen die Bilder endlich auf die Steine. Dazu immer 3-4 Bilder in eine kleine Schüssel mit Wasser geben und warten bis sich die Folie löst. Dann das Bild auf den Stein legen, vorsichtig mit einem Küchentuch abtupfen und wieder trocknen lassen. Wenn die Lackschicht nicht zu dick war, lassen sich die Bilder gut auf den Stein drücken. Stehen kleine Stellen ab, kann das erstmal so bleiben. Sind zu viele Bilder im Wasser und man ist nicht schnell genug, löst sich die Folie ab und schwimmt im Wasser rum und rollt sich zusammen. Deswegen lieber immer nur ein paar Bilder ins Wasser, aufkleben und dann weiter machen.
Wenn die Steine  trocken sind, kommt nochmal eine finale Schicht Sprühlack drüber. Jetzt kann auch einfach los gesprüht werden. Ich ziehe dabei immer Handschuhe an, die ich sonst zum Wickeln nehme. So kann ich den Stein gut in der Hand halten und außerdem lassen sich kleine Unebenheiten in der Folie gut andrücken, wenn alles wieder nass ist. Deswegen durften vorher auch kleine Stellen abstehen, da die mit der finalen Lackschicht nun auch gut am Stein kleben bleiben. Nachdem alle Steine nochmal lackiert wurden - wird wieder gewartet, bis alles trocken ist. 
Und jetzt können sie endlich zum Einsatz kommen. Die viele Warterei zwischen den einzelnen Schritten ist ziemlich nervig. Ich möchte immer gern fertig werden, wenn ich etwas angefangen habe. Aber ich habs probiert und es hat nicht funktioniert. Deshalb lieber etwas mehr Zeit nehmen.


Ich habe die ersten Steine jetzt schon ein gutes halbes Jahr im Einsatz und sie halten es wirklich gut aus. Bisher ist noch nichts ab gegangen und auch noch nichts zerbrochen. Aber ein bisschen Vorsicht walten lassen ist nie verkehrt, wenn die Steine zum Einsatz kommen.
Ich habe auch nicht immer alle Steine in der Dose. Weihnachts- und Wintersteine kommen nur zu den entsprechenden Jahreszeiten zum Einsatz. Genauso wie Ostern oder Geburtstagssteine. Die ergänzen dann zu passender Gelegenheit die anderen Steine und sorgen auch für ein bisschen Abwechslung.

Zitronenvulkan

Eigentlich wollte ich heute etwas ganz anderes machen, aber mein dafür benötigtes Material fährt leider gerade ein paar Extrarunden mit dem Postauto. Also musste spontan ein Plan-B her und der fand sich heute im Kühlschrank in Form von Zitronen.

Für Zitronenvulkane wird benötigt:

  • Zitronen (ergänzend eventuell Zitronensaft)
  • Backpulver
  • Holzspatel
Los gehts:

Um einen Zitronenvulkan zu machen, wird die Zitrone zunächst in zwei Hälften geschnitten. Das hatte ich bereits vorbereitet. Außerdem habe ich unten und oben jeweils die Spitze gekappt, damit die Zitrone einen guten Stand hat. Dann habe ich je zwei Zitronenhälften und etwas Backpulver sowie einen Löffel in eine Schale getan und den Kindern dann so zur Verfügung gestellt.


Diesmal bedarf es einiger Erklärungen für die Kinder, damit es am Ende auch sprudelt wie aus einem Vulkan. Zunächst wird mit dem Löffel die Zitrone matschig gemacht. Leider erwies sich hier der Löffel als sehr hinderlich, weil die Kinder versuchten die Zitrone auszulöffeln oder einfach drauf klopften. Deshalb habe ich die Löffel schnell gegen Holzspatel ausgetauscht. Jetzt fingen sie an in der Zitrone herumzustochern und zermatschten die Zitronen ausreichend gut.


Nachdem die Zitronen matschig genug waren, kam das Backpulver ins Spiel. Das wurde nun einfach mit dem Löffel auf die Zitrone gegeben und schon begann alles zu sprudeln. Dabei gilt, je matschiger die Zitrone, desto stärker der Sprudel. Das haben die Kinder aber schnell selbst herausgefunden und fingen an, weiter in den Zitronen herumzustochern.
Wenn der Sprudeleffekt nachlässt, kann ein großzügiger Spritzer Zitronensaft hier für Abhilfe sorgen. Einige Kinder haben das mehrfach getestet, anderen hat das Sprudeln in der Zitrone ausgereicht.

 

Alle Kinder waren lange und konzentriert bei der Sache und am Ende durfte ich nicht einmal die Schalen wegwerfen, denn da hieß es nur "Mama Papa zeigen" und natürlich durften die Überreste am Nachmittag noch gezeigt werden.


Viel Spaß beim Nachmachen